Manchmal braucht es nur eine gute Idee und eine geschickte Hand: So hat unsere Ärztliche Leiterin im Deutschen HörZentrum, Frau Prof. Lesinski-Schiedat, kurzerhand einen Mundschutz hergestellt, der unseren hörbeeinträchtigten Patienten auch bei Corona-Schutz das Lippenlesen in der Kommunikation ermöglicht.

Unsere Bastelanleitung ist sehr einfach - alle Zutaten hier im Bild: Wir haben eine DIN A4 Dokumenten-Folie genommen (die ohne Einheftlöcher sind recht stabil und schön durchsichtig, das Blatt Papier soll nur das Erkennen hier erleichtern) und passend zugeschnitten (ca. 17x17cm, je nach individueller Gesichtsgröße). Oben als Nasenbügel kann man ein Stück Pfeifenreiniger aus dem Bastelladen einkleben (oder mit einem Tacker befestigen, dabei natürlich die spitzen Enden nach außen zeigen lassen) oder von den Sammelmappen diese Haltestreifen (muss dann aus Metall sein, damit es sich biegen lässt). Dann mit dem Locher an den Seiten jeweils zwei Löcher machen und dort das Gummiband verknoten, das dann hinter die Ohren kommt. Fertig!
Reinigen geht dann in der Tat ganz einfach mit Flächendesinfektionsmittel, die Folie hält auch Nagellackentferner aus ohne stumpf dabei zu werden. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um ein Medizinprodukt, sondern um eine Community-Maske handelt, die eine Lippenlesen-unterstützte Kommunikation erlaubt.

Es erreichen uns vielfach Anfragen, ob CI-Träger bei Covid-19 zur Risikogruppe gehören. „Dazu können wir festhalten, dass allein das Cochlea-Implantat den Träger bzw. Schwerhörigkeit den Betroffenen nicht einer größeren Gefahr ernsthafter Erkrankungsverläufe bei einer Infektion mit dem SARS-CoV2-Virus aussetzt. Die bislang bekannten Risikofaktoren für schwere Erkrankungsverläufe sind Vorerkrankungen im Bereich der Lunge und des Herz-Kreislauf-Systems sowie Bluthochdruck und Diabetes“, berichtet Prof. Lesinski-Schiedat.

Bei weiteren Fragen erreichen Sie unsere Presseabteilung hier.

Prof. Lesinski-Schiedat mit Behelfsmaske
Bastelmaterialien für die Behelfsmaske